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Außenansicht der Pfarrkirche St. Gertraud
Pfarrkirche St. Gertraud

Pfarre Außervillgraten -
Dekanat Sillian

Öffnungszeiten Pfarrbüro Außervillgraten

  • Dienstag
    08:00-10:00 Uhr

aktueller Pfarrbrief zum Herunterladen

Unser Pfarrgemeinderat

Pfarrgemeinderat Außervillgraten
(nicht im Bild: Magdalena Walder-Moosmann, Isabell Eichhorner und Mirijam Walder)

Vorsitzender: Pfarrer Andreas Schätzle
Obfrau: Christine Hofmann

Obfrau-Stellvertreter: Jonas Perfler

Schriftführerin: Birgit Leiter

Liturgie: Lisa Weitlaner, Christine Schaller, Birgit Leiter

Soziales: Manuela Walder

Jugend: Jonas Perfler, Carmen Trojer, Magdalena Walder-Moosmann, Isabell Eichhorner

Ersatz: Mirijam Walder

Musikverantwortlicher: Julius Trojer

Die Mitglieder des PGR hoffen auf die Unterstützung und Hilfe aus der Bevölkerung und freuen sich über ihre Tätigkeite im Sinne der Pfarrgemeinde!


Kirchen und Kapellen

Pfarrkirche St. Gertraud

Kirchenpatronin: Hl. Gertraud von Nivelles

Das früheste Heiligtum war der Sage nach ein Andachtsbild in einer natürlichen Höhlengrotte im Felsen des alten Mesnergartens. Das erste Kirchlein zur hl. Gertraud von Nivelles wurde im romantischen Stil erbaut und 1326 vom Brixner Weihbischof Johannes geweiht. Nach einer Erweiterung im gotischen Stil und der Errichtung eines zweiten Altars zum hl. Leonhard erfolgte 1452 die zweite Kirchweihe durch den Brixner Weihbischof Andreas. Schließlich wurde 1733 auch diese Kirche erweitert, barockisiert und 1750 mit einem dritten Altar zur hl. Mutter Anna ausgestattet. 1795 wurde das bestehende Gotteshaus mit Ausnahme des 28 m hohen Turmes vollständig abgetragen und mit einem Kirchenneubau begonnen. 1810 wurde die vom Tristacher Thomas Mayr im Renaissancestil erbaute Kirche von Fürstbischof Carl v. Lodron geweiht.

Spätgotische Pietá (1400), Tabernakel, Kanzel, Kreuzigungsgruppe sind übernommen Kostbarkeiten der früheren Gotteshäuser. Der Turm, 1877 auf 40 m erhöht, trägt 6 Glocken, die größte wiegt 1.879 kg. 1799 malte Jakob Schmutzer das Deckengemälde.

Innenansicht

Die Figur des hl. Kassian an der linken Chorwand erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit der Pfarre Außervillgraten zur Diözese Brixen. Die Orgel mit 19 Registern schuf 1862 Franz Weber aus Oberperfuss. Rechts neben dem Eingang der Pfarrkirche an der Hauptfassade erinnert ein Kriegerdenkmal an die 85 Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Das Fresko unterhalb der Statue ist ein Werk des Heinfelser Malers Herbert Begher und zeigt die Kirchenpatronin St. Gertraud.

Restaurierungsarbeiten:

1886 erfolgte die erste, 1932 die zweite und 1955/56 die dritte Kirchenrestaurierung.  Weitere Verbesserungen erfolgten laufend. 1988-1991 wurde eine umfassende Außenrestaurierung sowie die Kirchenplatzgestaltung realisiert. 1993 erfolgte eine komplette Innenrestaurierung.

Totenkapelle im Friedhof
Fatima-Kapelle auf Hochegg
Die Kapelle wurde 1992 aufgrund eines Gelöbnisses auf Privatinitiative von Josef Mühlmann erbaut und besitzt Dachreiter mit Glocke.
Fatima-Kapelle beim Schupfherhof im Winkeltal
Die Schupfer Kapelle wurde 1954 auf Privatinitiative von Fidelis und Anna Bachlechner zu Ehren der Mutter Gottes von Fatima beim "Schupferhof“ im Winkeltal errichtet und besitzt Dachreiter mit Glocke.
Ignatius von Lakoni-Kapelle zu Breitenbach
Sie wurde 1979 auf Privatinitiative der Familien Ortner & Hofmann erbaut.Türmchen mit Glocke, Eingang seitlich, Altarbild mit Patron, Fenster mit Darstellungen der Hl. Silvester und Sebastian.
Antonius-von-Padua-Stöckl in Unterwalden
Das Antonius ("Tonigen")-Stöckl in Unterwalden wurde 1912 - 1924 aufgrund eines Gelöbnisses auf Privatinitiative errichtet.
Maria-Hilf-Kapelle zu Moos im Winkeltal
Der kleine Bau wurde 1882 auf der "Mooshofalm" im Winkeltal errichtet und enthält ein Altärchen mit Gnadenbild von Anton Fuchs, Innichen 1883. Die Kapelle ist mit einem kunstvollem hölzernen Dachreiter ausgestattet.
Stöckl-Kapelle Maria Hilf in Unterwalden
Die Kapelle wurde 1912 anstelle des Bildstockes "Arnstöckl" aus dem Jahr 1735 errichtet. Formschöner Bau mit Stichkappengewölbe; Altar von einheimischen Tischlermeister Peter Webhofer, Altarbild Mariahilf von Emil Kerle, Weißenbach; an der Seitenwand das Barocke Gnadenbild Mariahilf mit Armen Seelen aus dem alten Stöckl.
Katharina-von-Alexandria-Kapelle im Winkeltal
Der ursprüngliche Bua von 1675 wurde durch Hochwasser 1882 zerstört und wenige Jahre später wieder aufgebaut. Dachreiter über dem Chor, einfacher Altar (19. Jh.) mit Kopie des Mariahilf-Bildes von Lucas Cranach. Ehemalige Altarflügel (Mitte der 2. Hälfte des 16. Jh.s) mit den Darstellungen des hl. Martin und des hl. Georg, zwei Glocken über dem Chor.
Genoveva-Kapelle zu Bachlehen am Versellerberg
1765 erbaut, zwei Glocken über dem Chor, Barockaltar aus der Bauzeit. Das Altarbild bezieht sich auf die Legende der Hl. Genoveva. Seitenstatuen der hl. Notburga, Silverst und Andreas: bäuerliche orginelle Gewölbemalereinen: St. Josef mit Jesuskind und St. Genoveva mit Schutzmantel über das Lawinenunglück vom Jahr 1836, bei dem eine Bauerntochter und ein Knecht ums Leben kamen. Rechts auf einer Holztafel die Patronin mit der Stifterfamilie; Messlizenz seit 1941.
Rita Kapelle im Dorf
In nächster Nähe vom Haus "Valgrata", nur einen Katzensprung von der Talstraße entfernt, sieht man am Waldesrand die neue Kapelle, die der hl. Rita von Cascia gewidmet ist, vermutlich wohl die erste Ritakapelle in Tirol. Am 22. Mai 2010 - Fest der hl. Rita und zugleich Pfingstsamstag - weihte der Ortspfarrer Mag. Josef Mair in Anwesenheit zahlreicher Wallfahrer die neu erbaute Kapelle ein.
Widum
Beim Widumbrand 1888 verbrannte ein Teil des Kircheninventars. Messgewänder, der Baldachin, mehrere Statuen und eine kleine Bibliothek. Der alte baufällige Widum wurde in den Jahren 1925/27 abgetragen und durch die Gemeinde neu aufgebaut.
Friedhof
Urkundlich seit 1326 vorhanden, wurde er 1832 und 1952 erweitert; offene Friedhofskapelle mit Kruzifix in der Rundbogennische, 1832.

Kinderliturgie und Jungschar Außervillgraten

Eine Gruppe Kinder auf einen Spielplatz

Im Jänner 2024 hat sich das Kinderliturgie-Team in unserer Gemeinde neu aufgestellt.

Elisabeth Weitlaner, Anna Weitlaner, Isabell Eichhorner und Elena Walder, haben sich das Ziel gesetzt, den Kindern ein Hineinwachsen in den Glauben zu ermöglichen und durch aktives Mitgestalten bei verschiedensten liturgischen Feiern in der Gemeinde beizutragen. Zum Angebot gehören Familienmessen, Gebetsstunden und bunte Kinderaktionen durch das gesamte Kirchenjahr. Mittlerweile gehören u.a. das Palmbuschenbinden in der Karwoche oder die Kindermette am Nachmittag des 24. Dezember fix in unser gemeinschaftliches Leben in Außervillgraten.

Neben dem Schwerpunkt der Kinderliturgie wurde erneut mit einer Jungschargruppe gestartet. Die Vermittlung von christlichen Werten, die Freude am gemeinsamen Tun und Erleben, Spaß und frei über Gott und die Welt reden, stehen dort im Mittelpunkt.

Geschichtliches

Außervillgraten gehörte bis 1680 zur Großpfarre Sillian und wurde von dort aus betreut. Die Unterfelder zogen für den Gottesdienstbesuch die nähere Pfarrkirche Innervillgraten vor. Weitere Wege und das Anliegen um eine wirkungsvolle Seelsorge veranlassten Joachim Trojer von Aufkirchen, den Pfleger von Heinfels und Vetter des Sillianer Pfarrers, Außervillgraten die Kuratie zu stiften. Andreas Paler wurde 1680 erster Kurat der Pfarre. 22 Pfarrer, davon viele unterstützt durch einen Kooperator, waren seither verantwortlich für die Seelsorge. Die Pfarre zählte damals schon 855 Seelen.

1678 wurde der Widum für den Kuraten erbaut. An dessen Stelle stand vorher der Zehentkasten, wo die Zehenthafer für den Bischof von Brixen eingelagert worden war.

In den Jahren 1722, 1746, 1753 und 1767 hielten die Jesuiten Volksmissionen ab, wodurch der Glaube in den Herzen der Menschen fest verankert worden ist.

Das Brauchtum in Außervillgraten steht in engem Zusammenhang mit den kirchlichen Festen im Jahreskreis. Es finden Sakramentsprozessionen zu Fronleichnam, Herz-Jesu-Sonntag, Mariä Himmelfahrt und Prozessionen ohne die vier Evangelien ("Umgänge") am Schutzengel-Sonntag und am Erntedank-Sonntag statt. Berg- und Häuserbeleuchtung kann man am Abend des Herz-Jesu-Sonntags und am Vorabend von Mariä Himmelfahrt bewundern.

Wallfahrten

Seit alten Zeiten gingen die Außervillgrater, wie auch viele Bürger anderer Gemeinden, mit dem Kreuz nach Obermauern. Man verließ jeweils am 23. Juli mittags Außervillgraten durchs Winkeltal über das Walder Törl nach St. Veit. Von dort ging man am nächsten Tag nach der hl. Messe über das Mullnitzjoch nach Virgen und Obermauern und schließlich noch zurück über Matrei bis Hopfgarten. Am nächsten Tag zogen die Wallfahrer beim "Kreuz" herüber ins Winkeltal und gelangten abends zur Kirche. Aufgrund mancher Unzügänglichkeiten beschloss man, den Kreuzgang aufzulassen und dafür das dreitägige Gebet zu Pfingsten einzuführen.

Die Heilige Gertraud von Nivelles

Geboren im Jahr 626 in Landen (Belgien), gestorben am 17. März 659 in Nivelles (Belgien).

Gertrud war die Tochter Pippins des Älteren. Die standesgemäße Hochzeit mit einem fränkischen Edelmann lehnte sie schon als junges Mädchen ab und trat stattdessen in das von ihrer Mutter Iduberg gegründete Kloster Nivelles ein. Im Jahr 652 wurde Gertrud dort auch Äbtissin. Sie gilt als hoch gebildete und belesene Frau und ließ sich des öfteren geistliche Literatur aus Rom kommen. Zudem lud sie irische Mönche nach Nivelles ein, die den Schwestern dort die Heilige Schrift auslegen sollten. Geprägt von christlicher Nächstenliebe, lagen ihr vor allem die Ausbildung junger Mädchen und die Begleitung Kranker und Sterbender am Herzen. Die Legende besagt, dass sie ihr Land einmal durch ihr Gebet von einer Ratten- und Mäuseplae befreit habe. Gertrud ist Patronin der Armen und Witwen, der Gärtner, der Feld- und Gartenfrüchte, der Herbergen und Reisenden, gegen Ratten- und Mäuseplage sowie Fieber.

Unsere Pfarrkirche wurde im Todesjahr von Andreas Hofer (1810) fertiggestellt und der hl. Gertraud von Nivelles geweiht.

Glockenweihe am 23. April 1950

Mit dem Guss und der Ankunft der neuen Glocken für die Pfarrkirche Außervillgraten im Jahre 1950 gingen damals mehr als acht bedrückende, "glockenlose" Jahre zu Ende.

Im Feber 1942 mussten nämlich die fünf 1922 von der Glockengießerei Samesse in Wr. Neustadt gegossenen Kirchenglocken mit einem Gesamtgewicht von 3.459 kg für Kriegszwecke abgeliefert werden. Nur das 1759 von Josef Graßmayr in Brixen gegossene Zügenglöcklein verblieb im Turm. Für die Anschaffunt des neuen Geläutes wurde ein eigenen "Glockenkomitee" unter Obmann Alois Walder von Unterhochwalden gegründet. Finanziert wurden die Glocken durch großzügige Spenden aus der Bevölkerung, und zwar vorwiegend in Form von Holzspenden (genannt "Glockenholz").

  • "Wetterglocke": ist die große Glocke, dem Heilgsten Herzen Jesu geweiht, Ton "des"
  • "Kriegerglocke": die zweite Glocke erinnert an die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege, im Ton "f" gestimmt, mit Abbildungen der Hl. Mutter Anna mit Maria sowie dem Hl. Erzengel Michael und dem Soldatenheiligen Sebastian
  • "Friedensglocke": auf der dritten Glocke im Ton "as" sind Maria mit Jesuskind sowie St. Antonius der Einsiedler zu sehen.
  • "Vierte Glocke": im Ton "b" zeigt den Hl. Johannes den Täuer und den Hl. Aloisus von Gonzaga
  • "Kleine Glocke": im Ton "des", mit Abbildungen des Hl. Josef und des Hl. Martin

Das Jahr 2010

stand ganz im Zeichen des Jubiläums "200 Jahre Pfarrkirche St. Gertraud in Außervillgraten".

Ein solches Jubiläum ist eine Einladung, einmal inmitten des Zeitstromes innezuhalten, um zurückzuschauen auf eine zweihundert Jahre Geschichte unserer Dorfkirche, die ja unmittelbar mit dem religiösen Leben der Bevölkerung verbunden ist. Zugleich gilt es auch, vom eigenen Standpunkt aus sich zu fragen, was heißt "Kirche", wie schaut die "Kirche der Gegenwart" aus und welche Gestalt soll die "Kirche der Zukunft" bekommen. Der Pfarrgemeinderat hat im Herbst gemeinsam eine Reihe von Veranstaltungen geplant, denn in der Pfarrkirche begegnet sich das Volk Gottes.

  • 13.01.2010:

    "Der Tiefe des Lebens auf die Spur kommen", Impulsvortrag mit Dr. Ernst Jäger

  • 20.02.2010:

    "Zukunft der Kirche", Vortrag von Pater Dr. Georg Fischer

  • 17.03.2010:

    Feierlicher Patroziniumsgottesdienst

  • 16.05.2010:

    Hl. Messe mit Live Übertragung vom ORF

  • 06.06.2010:

    Pfarrfest

  • 25.07.2010:

    Orgelkonzert

  • 15.08.2010:

    Hochfest Maria Himmelfahrt

  • 10.09.2010:

    Abendlob am Berg, Gabesitten

  • 31.10.2010:

    Nacht der 1000 Lichter

  • 12.12.2010:

    Adventsingen in der Pfarrkirche